Postdigitalität & Hyperdigitalität

hyperdigital

Postdigitalität & Hyperdigitalität – zwei neue Online-Publikationen fassen Untersuchungen zur postdigitalen und zur hyperdigitalen Ästhetik zusammen.

2015-2017 forschte Prof. Dr. Holger Lund zu Fragen der postdigitalen und der hyperdigitalen Ästhetik am Beispiel des Musikvideos bzw. neuer Entwicklungen im Bereich desselben. Nun sind die Publikationen online veröffentlicht.

What’s Left? The Critique of Digital Life in Hyper-digital Music Videos

How to deal with digitalization? Several aesthetic developments have emerged over the past few years in the laboratory called music video. Videos show tendencies to avoid the look of the digital by going analog and retro, or, just the opposite, they are stressing the fact of digital artificiality, exposing and over-affirming it by being hyper-digital.
Text: http://post-digital-culture.org/hlund2/

Make It Real & Get Dirty! Zur Entwicklung postdigitaler Ästhetiken im Musikvideo
Make It Real and Get Dirty! On the Development of Post-digital Aesthetics in Music Video
(dt. und engl.)

Wenn das „Echte“ des Analogen im Unzerteilten liegt, so wächst mit der zunehmenden Digitalisierung, bei der alles in den binären, diskreten Code des Digitalen zerlegt wird, das Bedürfnis, jenes echte, unzerteilte Ganze nicht zu verlieren. Diese Entwicklung betrifft auch das Musikvideo, lässt sich an ihm ablesen, und das sogar recht früh. Dabei wird entweder wieder analog vorgegangen, wovon in Musik und Video etwa die Rückkehr zu Analogsynthesizern und Bastelästhetik kündet, oder Analogizität wird digital simuliert, etwa mit digitalen Simulationen von Analogsynthesizern und Bastelästhetik. Ferner entwickelt sich eine Ästhetik des „handmade-digital“, die nun ihrerseits ihre eigene Postdigitalität reflektiert: als paradoxer, computergenerierter Versuch, das unzerteilte echte und reale Analoge mit den Mitteln der Echtheit und Realität zerteilenden Digitalität zu bekommen.
Text: http://post-digital-culture.org/hlund/

Under the imperativist title “Make It Real and Get Dirty!” the analysis considers the development of several strategies of post-digital aesthetics in music video. A first look will be taken at examples for an interrelation between post-digitality and realness. Then an attempt will be made to more closely define the semantic range of the post-digital, before finally the development of post-digital aesthetics in music video is followed from a historical viewpoint based on a choice of various characteristic videos.
Text: http://post-digital-culture.org/hlund-eng/

Dank für die Publikationsunterstützung geht an das Team von Post-Digital Culture (Hamburg), insbesondere an David Ziegenhagen für das Einrichten der Texte.

http://post-digital-culture.org/