GWA Wettbewerbsbeitrag 2010: Kampagne zur Enttabuisierung von Inkontinenz
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Aufgabenstellung der Wettbewerbskampagne beim 15. GWA Junior Agency in Köln
Enttabuisierung von Inkontinenz, sowie Vermittlung der Botschaft, Inkontinenz ist heilbar z.B. durch Muskelstimulation. Fiktiver Auftraggeber: Neurotech, ein Hersteller elektrischer Muskelstimulationsgeräte. Fiktives Budget: 900.000 €. Briefing gestellt von der Agentur Schindler & Parent, MeersburgÜber 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden an unkontrollierbarem Harn- und Stuhldrang. Die Hälfte davon schweigt. Inkontinenz ist somit ein Sprachtabu, was zur Folge hat, dass sowohl das Freizeitleben, als auch das Berufsleben der Betroffenen enorm eingeschränkt wird.
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Ausgangsidee des Kreativteams
Der schwache Schließmuskel der Inkontinenten, also die Ursache und nicht die Symptome von Inkontinenz, ist Ausgangspunkt der Kreation. Um wieder Selbstkontrolle zu erlangen muss der Schließmuskel durch gezielten Muskelaufbau z.B. durch Becken-Boden-Training wieder aufgebaut werden. Muskeln werden dabei abwechselnd kontrahiert und wieder entspannt.
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Deutschland pinkelt im Rhythmus!
Genau diesen Effekt des Anhaltens und Loslassens kann man auch beim Pinkeln erreichen, indem man den „Pinkelstrahl“ mehrmals hintereinander gezielt unterbricht. Das Notwendige – das „Pinkeln“ – lässt sich folglich mit dem Nützlichen – dem „Becken-Boden-Training“ – verbinden. Das Müssen wird zum Können. Daraus folgt der Claim der Kampagne: „können statt müssen“.
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Kampagne: Basis
Die Rhythmuspinkel-Kampagne besteht aus 3 Phasen. Jeder dieser Phasen zahlt auf die, von uns ins Leben gerufene, Dialog-Plattform www.inkontinenz-ist-heilbar.de ein. Über sie wollen wir nach und nach eine immer größer werdende Community aufbauen, die das Thema Inkontinenz durch den Austausch miteinander nachhaltig enttabuisiert. Die Dialog-Plattform ist der „Fels in der Brandung“ und soll die User informieren und aufklären.
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Phase I: „Big-Bang-Phase“
Ziel dieser Phase ist es „talk of town“ zu werden. Erreicht wird dies durch breit angelegte Maßnahmen wie TV-Spots, Radio-Spots und eine „Wetten-dass-Wette“, die eine Kommunikationswelle auslösen, die an kaum einem mehr vorbeischwappen kann.
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Phase I soll aber nicht nur möglichst viele Menschen erreichen, sondern diese für das Thema Inkontinenz sensibilisieren und sie im besten Fall auf die Dialog-Plattform leiten, wo sie detailliert informiert werden.Bild: TV Spot AC/DC
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Phase II: „Going-Social“
Ziel dieser Phase ist es, dass die Gesellschaft selbst aktiv wird, die Menschen sich mit dem Thema Inkontinenz aktiv auseinandersetzen und z.B. ihr eigenes Rhythmuspinkel-Video machen, das sie dann auf die von uns geplante Microsite hochladen. Die Microsite www.koennen-statt-muessen.de dient vor allem dazu, dem Thema Inkontinenz auf leichte, spielerische Art zu begegnen. So findet man hier unter anderem Tutorials zum Rhythmuspinkeln, oder Pinkel-Rhythmen zum Download.
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Außerdem kann man von der Microsite aus zu verschiedenen Social Networks wie Twitter und Facebook gelangen. Rhythmuspinkeln wird zum viralen Selbstläufer und wir sind davon überzeugt, dass Rhythmuspinkeln zum Kult in der Gesellschaft etabliert werden kann.
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Außerhalb der digitalen Medien spiegelt sich die Rhythmuspinkel-Kampagne in Printmaßnahmen wie Flaschenmanschetten, Toilettenplakaten und Edgarcards wieder, die beide mit Rhythmen zum Nachmachen bedruckt sind. Phase II dient auch als Trainingsphase zur Vorbereitung für Phase II.
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Phase III: „User in action“
Wie der Name schon sagt steht hier der User im Vordergrund, der nun Grundlage für die weiteren Maßnahmen ist. Das schafft einen sehr hohen Authentizitätswert. So werden zum z.B. aus den Usern-eigenen Virals auf der Microsite Print-Anzeigen abgeleitet. Zudem findet unter den, auf der Microsite hochgeladenen Virals, ein Voting statt, wobei das Gewinner-Viral als TV-Spot ausgestrahlt wird.Fussballerspot auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=m1HhE31MROA
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Fussballerspot auf YouTube
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