Letztes Jahr hat das Interaction Projekt „deinPark“ von Jared Fiedler, Hakan Selek und Marius Meyer aus dem dritten Semester Mediendesign beim ADC Talent Award in Hamburg Gold und beim ADC Europe in Barcelona Bronze gewonnen. Nun wurde das Projekt auf der Cumulus Konferenz in Nantes einem wissenschaftlichen Publikum vorgestellt. Nachdem das Projekt zuvor durch ein Doppelblind-Verfahren ausgewählt worden war, reisten Betreuer Prof. Mathias Hassenstein und die drei Studierenden nach Frankreich, wo sie deinPark als wissenschaftliche Poster-Session einem internationalem Fachpublikum vorstellten und somit einen wertvollen Beitrag zur Positionierung von Design als forschende, ethisch verantwortungsvolle Disziplin leisteten.
Die Cumulus-Konferenz versteht sich als das zentrale internationale Netzwerk für Hochschulen in den Bereichen Design, Kunst und Medien. Mit dem diesjährigen Konferenzthema „Ethical Leadership – A New Frontier for Design“ rückt sie Designverständnisse in den Mittelpunkt, die über reine Formgebung hinausgehen – hin zu sozialer Verantwortung, Forschungstiefe und ethischer Wirksamkeit.
In diesem Kontext hat sich das Projekt „deinPark“ hervorragend eingefügt. Besonders hervorzuheben ist, dass es den Studierenden gelungen ist, das gestalterische Arbeiten weg von subjektiven Positionen hin zu einer forschungsorientierten, gesellschaftlich relevanten Designpraxis zu positionieren. Ein Ansatz, der hier in Ravensburg gelebt und gelehrt wird.
Der Anstoß für diese Arbeit im Bereich „Spekulative Design“ kam ursprünglich vom Bürgerforum Altstadt Ravensburg: „Was wäre, wenn der Rutenfest-Parkplatz in einen Park umgewandelt würde?” Diese konkrete und zugleich anspruchsvolle Aufgabenstellung fand in Ravensburg angesichts der aktuellen Parkentwicklungspläne und Treue zum Rutenfest vermutlich nicht so viel Anklang, aber international dafür umso mehr. Das Konzept der interaktiven Parkgestaltung mit Bürgerbeteiligung kann auf unterschiedliche Städte übertragen werden und hat mit seinem Schwerpunkt auf aktuelle Anliegen wie Demokratie und Nachhaltigkeit das Potential, auch international Anwendung zu finden.
