Play Session – Ästhetik des Widerstandes II

Ästhetik des Widerstandes II

23. November 2017, 20.00 Uhr, Altes Theater, Raum 210
Play Session – Ästhetik des Widerstandes II
ein Format von und mit Prof. Dr. Holger Lund

Die beiden Play Sessions zum Thema „Ästhetik des Widerstandes“ wenden sich der deutschen Vergangenheit in zwei Städten zu, München und Hamburg.

Anfang der 1980er-Jahre kommen in Hamburg Kräfte zu Zuge, die bis heute – man denke an den letzten G20-Gipfel 2016 – wirksam sind. Die Hausinstandsetzer-Szene der Hafenstraße wollte mehr als nur leerstehenden Spekulanten-Wohnraum für sich reklamieren, sie wollten eine neue, solidarische und unkommerzielle Lebensweise etablieren. Mit dem Hamburger Medienpädagogik Zentrum stand dem Häuserkampf ein alternatives Medienzentrum zur Seite, dessen videofilmische Produktionen auch mit kühnen Punk-Montagen die Sache der Non-Privilegierten vertrat. Und obgleich Thatcher damals zeitgleich die Existenz von Gesellschaft abstritt – was unverantwortlich-rücksichtslosem neoliberalen Agieren Tür und Tor öffnete – so zeigt dieser Film soziale, mithin gesellschaftliche Bindekräfte, die sich just diesem neoliberalen Kapitalismus entgegenstellen.

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