MAKE IT MAKE SENSE versammelt Arbeiten, die gesellschaftliche, technologische, ökologische und kulturelle Veränderungen zum Gegenstand von Gestaltung machen. Gemeinsam zeigen sie, wie weit die Aufgaben von Design heute über klassische Fragen von Form und Funktion hinausreichen. Eine konsequent auf Wiederverwendung ausgerichtete Ausstellungsarchitektur gibt den unterschiedlichen Positionen einen gemeinsamen Rahmen. Das begleitende Programm führt den Austausch zwischen Hochschule, Kultur und Wirtschaft weiter. Eine vertiefende Perspektive bietet das Gespräch »Gestaltung ist eine Form der Erkenntnisproduktion« auf Design Perspectives.
Rund 500 Arbeiten aus unterschiedlichen Designdisziplinen und 28 staatlichen Hochschulen wurden in diesem Jahr bei den German Design Graduates eingereicht. 71 Abschlussarbeiten wurden für die diesjährige Jahresausstellung ausgewählt. Wir freuen uns sehr, dass darunter drei Absolvent*innen unseres Studiengangs vertreten sind.
- Arne Becker– “nothing reminds me of you”
Ein experimenteller Kurzfilm übersetzt Trauer in eine offene, atmosphärische Bildsprache und verzichtet dabei auf Dialog. Statt die Emotion eindeutig zu erzählen, lässt er Raum für persönliche Deutungen und Erinnerungen – und untersucht, wie sich ein innerer Zustand visuell erfahrbar machen lässt. - Jette Bödige– “/DA UNTEN”
Ein großformatiges Forschungsarchiv untersucht Scham als persönliche Erfahrung und gesellschaftliches Instrument. Eigene Recherchen und Beiträge weiterer Gestalter*innen zeigen, wie Sprache, Bilder, Produkte, Gesetze und Körperbilder eine scheinbar private Emotion gesellschaftlich
formen. - Linus Fritz– “Komprimat”
Eine interaktive Installation zeigt, wie algorithmische Systeme Identität in feste Kategorien und Vorannahmen übersetzen. Das Abbild der Besucher*innen wird in drei Stufen komprimiert, vom erkennbaren Gegenüber zur Datenform, und macht den Verlust individueller Komplexität erfahrbar.
ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
Gemeinsam mit den Graduates, den beteiligten Hochschulen und Gästen aus Design, Kultur und Wirtschaft wird der neue Jahrgang der German Design Graduates der Öffentlichkeit vorgestellt, und zwar am
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19 Uhr
Rotunde, Erdgeschoss, Pinakothek der Moderne, München